22. Februar 2012, 17:39 Uhr

Goldschatz aus Bronzezeit erstmals vorgestellt

Hannover (dpa) Erstmals seit seiner Entdeckung im vergangenen Jahr haben Wissenschaftler aus Hannover einen spektakulären Goldschatz aus der Bronzezeit vorgestellt.

Goldschatz aus Bronzezeit ausgestellt
Der Goldschatz aus der Bronzezeit umfasst 117 Stücke Stücke, die jetzt ausgestellt werden. Foto: Jochen Lübke

Einige Stücke der bei Syke im Landkreis Diepholz (Niedersachsen) gefundenen Kostbarkeiten sind nach Angaben der Experten auf eine für die damalige Zeit besonders fortschrittliche Weise gefertigt worden. Die Drähte, aus denen die Goldstücke bestehen, seien gezogen und nicht wie in der Bronzezeit sonst üblich gehämmert worden.

Nach Angaben des Landesdenkmalamts handelt es sich bei der Ausgrabung um einen der größten prähistorischen Goldfunde in Mitteleuropa. Die Fundstücke sollen spätestens Ende 2013 in Hannover ausgestellt werden.

Archäologen waren 2011 bei Grabungen für die nordeuropäische Erdgas-Pipeline (NEL) auf den etwa 1,8 Kilogramm schweren Schatz gestoßen. Er umfasst 117 Objekte, von denen die jüngsten Stücke nach Angaben der Wissenschaftler aus dem 14. Jahrhundert vor Christus stammen. Außerdem deuten die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass das Gold ursprünglich aus Zentralasien kommt. Wie der Schatz nach Nordeuropa gelangt ist und warum er vergraben wurde, ist den Wissenschaftlern zufolge bislang unklar.

Der Fund werde die Archäologie ein ganz erhebliches Stück weiterbringen, sagte der Präsident des niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Stefan Winhart. Er erhofft sich von den Ausgrabungen im Zuge des Pipeline-Baus weitere wichtige Funde.

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Erstellt am: 22. Februar 2012, 17:39 Uhr
Geändert am: 22. Februar 2012, 17:46 Uhr
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