Prozess gegen Ex-Hotelier Hilpert zieht weitere Kreise
Betrugsverfahren fortgesetzt / Auslegung des Fördermittelbescheids im Mittelpunkt
Potsdam Die Verteidigung hatte es angekündigt: Kernfrage des Prozesses gegen Hotelier Hilpert wird die Auslegung des Fördermittelbescheids sein. Entsprechend genau werden dessen Formulierungen geprüft.
Die DKB war bereits im vergangenen Sommer ins Visier der Ermittler geraten, Teile der Geschäftsräume in Berlin und Potsdam wurden damals durchsucht. Nach einer internen Beurteilung der Staatsanwaltschaft soll sie in die Machenschaften des Hoteliers eingeweiht gewesen sein. Zunächst konzentrierten sich die Ermittlungen auf einen Sachbearbeiter und dessen Vorgesetzten – nun richten sie sich gegen einen weiteren Banker.
Hilpert muss sich wegen Subventionsbetrugs, Steuerhinterziehung und Untreue verantworten. Der Betreiber des Luxushotels „Resort Schwielowsee“ in Werder (Havel) soll die Landesinvestitionsbank ILB getäuscht haben, indem er die Investitionskosten künstlich hochrechnete. 9,2 Millionen Euro Fördermittel soll er so zu Unrecht kassiert haben. Der 64-Jährige bestreitet dies.
Möglicherweise sind Formulierungen im Bescheid missverständlich. Dies hat die bisherige Vernehmung von zwei ILB-Mitarbeitern ergeben.

Jüngste Kommentare
Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden