Geld gegen Rechtsextremismus
Chemnitzer Initiativen erhalten rund 90 000 Euro / Projekte und Veranstaltungen geplant
Chemnitz Chemnitzer Initiativen gegen Rechtsextremismus und für Toleranz werden in diesem Jahr aus dem Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ mit rund 90 000 Euro unterstützt. Unterstützt wird unter anderem ein Forschungsprojekt von Schülern zum Nationalsozialismus.
So startet der Kreisverband Chemnitz der Arbeiterwohlfahrt gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft (AG) In- und Ausländer und der Bürgerinitiative Mitte gegen Rechts das Projekt „Gesicht zeigen gegen Rechts – nicht nur am 05.03.“ Dazu gehören unter anderem eine Medienkampagne und verschiedene Aktionen gegen rechte Gewalt. Am 5. März wollen Rechtsextremisten das Gedenken an die Opfer alliierter Bombenangriffe vom 5. März 1945 für Propagandazwecke missbrauchen.
Chemnitzer Schüler, die sich in einem Forschungsvorhaben zu Schicksalen von Opfern des Nationalsozialismus engagieren, werden dabei vom Verein Die Brücke gemeinsam mit der AG Stolpersteine betreut. Für das Projekt wurden 19 980 Euro bewilligt. Auch der Verein Klinke widmet sich einer speziellen Opfergruppe des NS-Regimes und bekommt dafür 8577 Euro bereitgestellt.
„Chemnitz vernetzt sich – Kein Platz für Nazis in unserer Stadt“ lautet der Titel des Projekts des Netzwerks für Kultur- und Jugendarbeit. Sie wollen für eine bessere Vernetzung des Engagements für Demokratie und den Chemnitzer Initiativen gegen Rechts sorgen. Für Fachtage und Veranstaltungen zum Thema sowie die Einbindung neuer Medien sind 19 979 Euro verfügbar.
„Tüdelü 2012 – Hetero-, Homo,- Bi- oder trans? Chemnitz - die Stadt der Vielfalt kann's!“ lautet das Motto, das sich der Verein „different people“ für das erste Chemnitzer Stadtfest zu alternativen Lebensentwürfen gewählt hat. Der Verein bietet zudem Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen zum Thema Diskriminierung an und hat durch die Förderung für dieses Veranstaltungspaket 16 820 Euro zur Verfügung. Benachteiligte Jugendliche im Stadtteil Sonnenberg schließlich schaffen mit Unterstützung des Don Bosco Hauses Chemnitz eine „Toleranzinsel“ mit zahlreichen Angeboten für den Erwerb sozialer Kompetenzen. Dafür wurden 6904 Euro bewilligt.
Zum Thema:
Zum ThemaDie Landtagsopposition in Sachsen ist sich weitgehend einig über einen Untersuchungsausschuss zur rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle NSU. Fachpolitiker von Linkspartei, SPD und Grünen einigten sich am gestrigen Montag im Grundsatz auf die gemeinsame Einsetzung eines Ausschusses in der nächsten Landtagssitzung Anfang März. Das Gremium soll bis zum Ende der Legislatur 2014 untersuchen, ob der schwarz-gelben Landesregierung und Sachsens Sicherheitsbehörden Fehler bei den Ermittlungen zur NSU unterlaufen sind. Ein gemeinsamer Entwurf werde den Fraktionen Anfang nächster Woche zur Abstimmung vorgelegt, bestätigten die Rechtsexperten von Linken und SPD, Klaus Bartl und Sabine Friedel. dapd/bl
Zum ThemaDie Landtagsopposition in Sachsen ist sich weitgehend einig über einen Untersuchungsausschuss zur rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle NSU. Fachpolitiker von Linkspartei, SPD und Grünen einigten sich am gestrigen Montag im Grundsatz auf die gemeinsame Einsetzung eines Ausschusses in der nächsten Landtagssitzung Anfang März. Das Gremium soll bis zum Ende der Legislatur 2014 untersuchen, ob der schwarz-gelben Landesregierung und Sachsens Sicherheitsbehörden Fehler bei den Ermittlungen zur NSU unterlaufen sind. Ein gemeinsamer Entwurf werde den Fraktionen Anfang nächster Woche zur Abstimmung vorgelegt, bestätigten die Rechtsexperten von Linken und SPD, Klaus Bartl und Sabine Friedel. dapd/bl
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 21. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 21. Februar 2012, 13:08 Uhr
Autor: Von Jörg Aberger

Jüngste Kommentare
Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden