Gefängnisbrand in Honduras war ein Unfall
Tegucigalpa Eine Woche nach dem verheerenden Feuer mit 360 Todesopfern in einem Gefängnis in Honduras haben die Ermittler Brandstiftung weitgehend ausgeschlossen. Das Unglück in Comayagua sei vermutlich auf eine brennende Zigarette zurückzuführen und somit ein Unfall gewesen, heißt es nach Medienberichten in einem vorläufigen Untersuchungsbericht, den US-Experten im Auftrag der honduranischen Regierung vorlegten.
Ein krimineller Hintergrund oder ein Kurzschluss seien nach bisherigen Erkenntnissen auszuschließen, sagte Sicherheitsminister Pompeyo Bonilla. Brandbeschleuniger wurden nach seinen Worten nicht gefunden.
Präsident Porfirio Lobo prüft derweil, einen wegen Mordes einsitzenden Häftling zu begnadigen, der mit seinem Einsatz Dutzenden Insassen das Leben gerettet haben soll. Marco Antonio Bonilla schaffte es nach einem Bericht der „La Tribuna“, zahlreiche Mitgefangene aus den brennenden Zellen zu holen. Der 50-Jährige war zu 20 Jahren Haft verurteilt worden, weil er einen Mann tötete und zwei weitere verletzte, nachdem diese seinen Vater angegriffen hatten. Bonilla, der elf Kinder hat, muss noch vier Jahre verbüßen.
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Erstellt am: 23. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. Februar 2012, 02:59 Uhr
Autor: dpa/mar

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