Rauschgift im Plessaer Pferdestall
Hundeführerstaffeln trainieren erfolgreich Drogensuche beim Reit- und Fahrverein
Plessa Die Reithalle des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Plessa war am Montagvormittag Ziel eines Großeinsatzes der Hundeführerstaffeln der Polizeiinspektionen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz sowie der Bundespolizeiinspektion Forst.
Insgesamt acht Hundeführer und ein Lehrwart waren mit acht Diensthunden angerückt, um im und um den Reitstall nicht nur nach Drogen, sondern auch nach Fährten und Sprengstoff zu suchen. Mit dabei war auch der Lehrwart Bundespolizei, Hauptmeister Heinz Mütze von der Bundespolizeiinspektion Forst. In der Reithalle hatte der Teamführer für Diensthunde, Polizeihauptmeister Ulrich Rosche-Hauwetter (41) von der Polizeiinspektion Elbe-Elster, unter einem Reifen eine vom Landeskriminalamt bereitgestellte Patrone mit Marihuana versteckt. In den Griff einer mit Pferdeäpfeln beladenen Schubkarre wurde ein winziges, eingeschweißtes Päckchen mit LSD geschoben.
Selbst zwischen den unzähligen Gerüchen einer Reithalle müssen die Diensthunde bei der Ausbildung 500 Gramm Haschisch auf einer 800 Quadratmeter großen Fläche in einer Tiefe von bis zu 50 Zentimetern finden. An der Übung nahmen zwei Fährtenhunde und zwei Azubi-Junghunde sowie vier im Dualen System aus Schutz, Fährte, Sprengstoff und Rauschgift eingesetzte Holländische Schäferhunde, Riesenschnauzer und Deutsche Schäferhunde teil.
Die Großübung war durch einen im Reitverein als Reitschüler tätigen Polizeibeamten zustandegekommen. „Wir suchen immer wieder neue Ausbildungsorte, um die Hunde ständig mit neuen Einsatzbedingungen zu konfrontieren“, so der Teamführer. Den Fund müssen die Drogenhunde mit Kratzen, Bellen oder Beißen aktiv anzeigen. Haben sie das Zielobjekt gefunden, werden sie ausgiebig und überschwänglich gelobt. „Wir staunen immer wieder, wie schnell die Hunde die Drogen finden“, meint Ulrich Rosche-Hauwetter. Für die in der Reithalle vergrabene Patrone mit Marihuana brauchte der Belgische Schäferhund Conna (5) von Polizeiobermeisterin Heike Göpel aus Hohenleipisch nur wenige Sekunden.
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Die Drogenkriminalität ist auch in Elbe-Elster stetig gestiegen. 156 Straftaten wurden 2010 registriert, 2009 waren es 147 Fälle, die Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor. Insgesamt gibt es bei Drogendelikten eine hohe Dunkelziffer.Im Jahr 2010 wurden zudem 54 Kraftfahrer aus dem Verkehr gezogen, die ihr Fahrzeug unter Einfluss von illegalen Drogen führten. Größte Funde bisher waren Cannabisplantagen in Hillmersdorf und Kötten, wo 1600 Pflanzen entdeckt wurden.
Die Drogenkriminalität ist auch in Elbe-Elster stetig gestiegen. 156 Straftaten wurden 2010 registriert, 2009 waren es 147 Fälle, die Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor. Insgesamt gibt es bei Drogendelikten eine hohe Dunkelziffer.Im Jahr 2010 wurden zudem 54 Kraftfahrer aus dem Verkehr gezogen, die ihr Fahrzeug unter Einfluss von illegalen Drogen führten. Größte Funde bisher waren Cannabisplantagen in Hillmersdorf und Kötten, wo 1600 Pflanzen entdeckt wurden.
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Erstellt am: 21. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 21. Februar 2012, 10:19 Uhr
Autor: Von Veit Rösler

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